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Seit Jahrhunderten gibt es bei den Indianern die Sitte, dass Eltern Traumfänger über die Betten ihrer Kinder hängen.

Die Bedeutung von Träumen war den Indianern schon immer bewusst. Sie ließen sich von Träumen in ihrem Handeln und Planen stark beeinflussen, weil sie die Träume für Botschaften ihres Gottes hielten. Weil sie aber – wie viele Menschen – oft ein schlechtes Traumerinnern hatten, bauten sie sich Traumfänger. Diese mit Federn und bunten Perlen gesponnenen Netze sollen die schlechten Träume abwehren. Es heißt, sie werden so abgefangen, während die guten Träume durch die Löcher eindringen können.

Diese Traumfänger waren Gestelle, die geflochten oder gezimmert  in etwa doppelt so groß waren wie der Kopf desjenigen, für den sie gefertigt wurden. Sie wurden oberhalb der Schlafstelle befestigt. Bei Säuglingen und Kleinkindern, die in Tragegestellen auf dem Rücken der Mütter transportiert wurden, befestigte man die Traumfänger an diesen Tragegestellen.


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